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Status: aktiv

Alter: etwa 19 Sommer
Rasse: Mensch
Klasse: unbekannt
Geschlecht:
 
Zuletzt gesehen: 13.04.2021 21:18

Beschreibung:

Casimir Andreo hat mit seinen 19 Jahren eine eher blasse Haut, sein kantiges Gesicht ist frei von Narben. Die blonden Haare werden meist sehr kurzgehalten. Die leicht buschigen Augenbrauen bilden den Abschluss zu seinen fast kristall-blauen Augen. Die Statur des jungen Mannes ist durchschnittlich. So ist er zwar trainiert doch nicht übermäßig muskulös.

Wenngleich der junge Mann im ersten Moment distanziert und arrogant erscheint, so hat er ein gutes Herz. Sein Mitgefühl seine Hingabe und seine Disziplin zeichnen ihn aus, wenn er sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hat.

Seine größte Angst ist daher auch, dass die dunklen Schergen dieser Welt die Oberhand gewinnen und die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Er würde alles daran setzen dies aufzuhalten und entgegen zu wirken.


Geschichte:
Der junge Mann mit seinem kurzen blonden Haaren, welches an diesem Morgen eher zerzaust aussah, stand gedankenverloren am Fenster. Seine Hand am Vorhang haltend blickte er hinaus. Dichter Nebel waberte umher und hüllte das Tal in dämmeriges kühles Licht. Casimir schloss die Augen und genoss den Augenblick.
Schon bald würde er diesen Lebensabschnitt hinter sich lassen, und heimkehren, zurück in seine Heimat, zurück zu seiner Familie. Er hatte seine Ausbildung zum Stalljungen fast abgeschlossen. Bereits als er gerade 14 Jahre alt war, hatten seine Eltern beschlossen das er eine Ausbildung beginnen solle. Der alte Stallmeister hat ihn nur zu gern unter seine Fittiche genommen, denn die Arbeit die Ställe auszumisten konnte nun der junge Bursche verrichten. Doch Casimir wollte sich nicht beschweren denn er hatte in seiner Ausbildung viel gelernt. Er kannte nun alle Pferderassen und auch mit der Zucht war er weitestgehend vertraut. So erlernte er die Unterschiede der verschiedenen Linien, wie dem wilden braunen, Adoraner Schimmel und Bajarder Falbe genauestens kennen. Selbst von der Zucht des rahaler Rappen hatte er gehört, auch wenn ihm diese Pferdeart bisher noch nicht untergekommen war.

Doch bei all dem schönen und wissenswerten hatte Casimir auch viel Leid gesehen. Er sah arme Bauern, die selbst durch ihr Tagewerk nicht genug verdienten als sie ihr Auskommen davon hätten. Er hatte Obdachlose und Diebe kennen gelernt, die einfach nur vom rechten Weg abgekommen waren. Ganze Familien hatte er getroffen, die nicht nur an der Armutsgrenze, sondern an der Grenze zum Überleben standen. Jedes Mal wenn er solch ein Elend sah, war für ihn klar, das er etwas ändern wollte. Er wollte für die Menschen da sein und ihm war bewusst, dass man das weder als Stalljunge noch als Stallmeister konnte. All das Wissen über die Pferde halfen ihm nicht dieses Schicksal zu ändern.

An diesem Morgen, dem Ende seiner Ausbildung, sollte er zwei Pferde zu einem Gestüt überbringen. Doch auf halben Weg wurde er Zeuge eins schrecklichen Verbrechens. Zwei Männer, bis zur Unkenntlichkeit vermummt, hatten einen Händlerwagen überfallen. Sie hatten schon so ziemlich alles an Hab und Gut auf ihre eigenen Pferde geladen und wollten sich nun der Zeugen entledigen. Casimir zögerte keine Sekunde, er sprang vom Pferd und stürmte mit Gebrüll in ihre Richtung. Doch unbewaffnet und ungeübt hatte er nicht den Hauch einer Chance. Die Männer überwältigten ihn, traten auf ihn ein und verprügelten ihn bis er reglos liegen blieb.

Vor seinem geistigen Auge erschien seine Familie, und er sah wieder die Bilder seiner Kindheit vor sich. Der Hof, das Land seiner Familie, und seiner Vorfahren. Die Umgebung barg ein unwirkliches Land. Von der einen Seite von hohen Klippen und einer meist rauen See umgeben, von der anderen von fruchtbarem Land, durchzogen von Seen und Flüssen.
Immer wenn er an seine Eltern dachte, dachte er an sie mit großem Respekt. Sie hatten es geschafft aus dem kleinen Hof, den die Großeltern ihnen vermacht hatten, einen Hof zu machen der schon in der Umgebung bekannt war. Das alles jedoch nicht durch ihr Erbe, allein sondern durch harte Arbeit. Sein älterer Bruder Ningius sollte ihn später einmal erben und Casimir wünschte ihm alles Gute dafür. Er hegte weder Neid noch Groll, er wusste das er für etwas anderes geschaffen war.
Dann erschien ihm eine weibliche Gestalt, er erinnerte sich an seine Mutter, die ihm oft von Temora erzählt hatte. Sie erzählte wie Temora den Menschen neuen Halt im Leben gegeben hatte. Indem sie ihnen gezeigt hatte wie Güte einen Menschen verändern kann. Sobald ein Mensch voller Güte im Herzen sei, so sagte sie ihm damals, habe der Hass keine Möglichkeit die Oberhand zu gewinnen. Casimir Mutter hatte ihm auch oft von den Sieben erzählt und dem Baum des Lichts der sich im Kloster befand. Doch weit mehr als das hatte sie versucht ihm näher zu bringen wozu Temora stand. Sie hatte stets Mitgefühl und versucht das auch ihrem Sohn beizubringen, was ihr sehr gut gelang, da er sich sehr offen zeigte. Sie lehrte ihm das rechte Maß zu halten, indem sie von Geben und Nehmen sprach was sich die Waage halten sollte.
Eine der sehr armen Familien gingen ihm wieder durch den Kopf, die ihm schon in seiner Kindheit in Erinnerung geblieben war. Die Kinder waren oft auf dem Markt und hatten versucht Schwefelhölzchen zu verkaufen, damit sie überleben konnten. Der Vater von Krankheit geplagt und die Mutter versuchte den Hof zu unterhalten, was ihr aufgrund der körperlichen Arbeit nur schwer gelang. Die Familie war an ihre Grenzen gekommen. Doch seine Mutter war her gegangen, hatte einen großen Schinken und Brot zusammengepackt, hatte sich auf die Kutsche gesetzt war hingefahren und hatte ihnen alles überlassen. Geben, damit andere haben, nehmen was man selbst nur braucht. Das hatte seine Mutter oft gesagt, mal eindringlich mal nebenbei und so versuchte sie mehr und mehr ihren eigenen Glauben und die Werte zu vermitteln an die sie selbst festhielt.
Plötzlich erklang ein einziges Wort in seinen Gedanken: „Tapferkeit“. Die Bilder schossen wie Blitze durch seinen Kopf. Wie die Männer auf ihn eintraten, ihn schlugen nieder prügelten und dann sah er einen Grabstein. Verschwommen waren Daten und Name nur ein einziges Wort war zu erkennen - Tapferkeit. Dann fühlte er den Schmerz, er konnte nicht unterscheiden, ob es der Schmerz der Erkenntnis oder der Schmerz der Verletzung war.
Eine sanfte Stimme hallte in seinen Gedanken. Es war dämmerte schon als er seine Augen öffnete. Die Sonne hatte alles in rotes Licht getaucht, da erkannte er das jemand über ihm stand. Das eigene Blut, was ihm angefangen von der Stirn über sein Auge und dann über die Wange strömte wärmte ihn. Dadurch erkannte er sie zunächst nicht deutlich. Er sah eine zierliche junge Frau, dessen Gesicht umrahmt von roten Haaren ihm wie ein Wunder erschien. Insgesamt wirkte sie eher blass, genau wie er. Mitfühlend umsorgte sie ihn, kniete an seiner Seite und kümmerte sich sanftmütig um seine Wunden. Sie trug das Gewand einer Geweihten Temoras, einer Diakonin. Sie hatte ihm sein Leben gerettet.

In den nächsten Wochen lag er im Hospital um seine Wunden versorgen zu lassen. Casimir hatte eine schwere Kopfverletzung, mehrere gebrochene Rippen und offene Wunden die teilweise so tief waren das sie genäht werden mussten. Während dieser Zeit hatte er viel nachgedacht, doch das hatte ihm wenig geholfen. Seine Gedanken kreisten immer um die gleichen Erinerungen, dann besann er sich und fing an zu beten:

„Gegrüßet seist Du Temora,
Kriegerin mit Schwert und Schild,
die gebracht hat Güte,
in unser Herz voll Zorn gefüllt.

Befreierin von Varuna,
die uns anderes lehrte,
bis wir einst verstanden,
wogegen unser Verstand sich wehrte.

Mein Herz ist offen,
bitte steh mir bei,
möchte nunmehr hoffen,
dass mein Geist von nun an frei.“

Noch während er das Gebet sprach, füllte sich der Raum plötzlich mit dichtem Nebel.
Durch die milchig wabernde Luft erkannte er ein Licht. Unterbrochen von einer riesigen Silhouette eines Adlers, vor dem sich zwei Schatten abzeichneten. Er sah seine Mutter und Raia in ihrem Gewand der Geweihten Temoras. Casimir schluckte, sie schienen beide so real und dennoch wusste er dass sie beide nicht hier sein konnten. Er blinzelte und dann, plötzlich und unerwartet, war alles wie zuvor. Das schummrige Licht des Hospitales, die leisen Stimmen der Heilkundigen. Der Geruch von Kräutern.

Und da waren sie, die Erinnerungen, an seine Kindheit. An die Männer die ihn verprügelt hatten. An seine Verletzungen, die ihm zu schaffen machten. Doch sein letzter Gedanke kehrte immer und immer wieder an seine Mutter zurück. Was sie ihm mitgegeben hatte, ihre Worte, ihre Gesten. Dann sah er wieder Raia vor sich und spürte nun das Gefühl der Dankbarkeit. Er glaubte nicht an Zufälle doch er glaubte auch nicht an Schicksal. In seinem Herzen glühte der Glaube an Temora, dass er all das erlebt hatte und sie ihm damit seinen Weg zeigen wollte. Jetzt kannte er seine Bestimmung.

Er beschloss das Kloster aufzusuchen. Casimir war entschlossen das Wohlergehen der Menschen in der Umgebung in seine Obhut zu nehmen. Nun wusste er das er Temora dienen wollte, es war wie eine Art Offenbarung. Bei dem ihm Raia geholfen hatte. Fortan richtete er seine Gebete an die Kriegerin mit Schwert und Schild und erkannte in ihr Halt, Zukunft und sein eigenes Vorbild. Umgehend setzte er ein Schreiben auf, sein Schicksal legte er voller Entschlossenheit in Temoras Hände. Von nun an sollte sein gesamtes Leben darauf ausgerichtet sein ihr zu dienen und ihren Willen zu verbreiten.

Am nächsten Tag brach Casimir auf, in eine neue Zukunft, in ein neues Leben.