Noir
So lässt sich die zierliche Person nennen. Den Namen, der ihr bei der Geburt gegeben wurde, den kennen nur weniger und wer ihn kennt, dem ist er egal.
Sie ist Noir. Dienerin im Tempel, Tänzerin, Harfenspielerin und Herrin über die Xy'notar. Mit ihren 167 Fingerbreiten, den schmalen und vernarbten Händen, sowie den lockigen schwarzen Haaren, sticht sie nicht aus der Menge heraus. Sie bildet den Hintergrund. Gehaltene Posen, offen gezeigte Dienlichkeit und doch anscheinend resistent gegen alles außer winterlicher Kälte.
Ihr Alter zu schätzen ist schwierig, sie wird es selbst wohl mit Ende 20 angeben, so man sie danach fragt. Womöglich stimmt das sogar, denn die direkte Offenheit der Dienerin hat gerüchteweise sogar schon Templer das Fürchten gelehrt.
Der Körper wird anmutig gehalten. Jede Geste, jeder Schritt - sogar jeder schweifende träge Blick scheint planvoll und einer nur für sie hörbaren Melodie zu folgen. Die Maske der Noir, sie fällt selten und bisher noch vor niemandem dauerhaft.