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Status: aktiv

Alter: 171 Jahre
Volk: Zwerg
Klasse: Hammerschwinger
Geschlecht:
 
Zuletzt gesehen: 24.05.2026 20:26

Beschreibung:

Brodomurr Sohn des Dorrik wurde nicht in einer großen Halle geboren, deren Tore mit Gold beschlagen waren oder deren Name in den Liedern der Graubärte erklang. Seine Sippe war klein gewesen, tief in einem abgelegenen Seitenstollen ansässig, wo die Schmieden nur schwach glühten und jeder Zwerg zugleich Krieger, Bergmann und Handwerker sein musste. Sie besaßen wenig Reichtum, doch Stolz genug, um sich niemals vor Feinden zu beugen.

Schon in jungen Jahren war Brodomurr keiner jener Zwerge, die mit großen Worten oder breiter Brust auffielen. Still war er gewesen, schweigsam und aufmerksam. Während andere um Ruhm oder Anerkennung stritten, lernte er lieber den sicheren Stand einer Axt, das Gefühl von Stahl in der Hand und die Geduld eines Wächters. Sein Vater sagte einst über ihn:

„Der Junge spricht wenig. Gut so. Eine stumpfe Zunge richtet weniger Schaden an als eine stumpfe Axt.“

Als Brodomurr etwa neunzig Winter gezählt hatte, änderte sich sein Leben. Aus den Tiefen kamen die Dunkelelfen. Lautlos, heimtückisch und voller Hass fielen sie über die kleine Sippe her. Die Verteidiger kämpften tapfer, doch gegen Gift, Schatten und Klingen aus der Dunkelheit konnten nur wenige bestehen. Brodomurr überlebte die Schlacht nur, weil ihn ein sterbender Verwandter unter eingestürztem Geröll verborgen hielt, während rings um ihn seine Familie niedergemacht wurde.

Viele Jahrzehnte zog er danach allein durch die Randgebiete des Berges und später über die Oberwelt. Er verdingte sich als Wächter von Karawanen, erschlug Wegelagerer, jagte Kreaturen der Tiefen und sprach selten über seine Vergangenheit. Nur seine schwere Axt blieb stets an seiner Seite, stumpf geworden vom langen Gebrauch, doch von ihm gepflegt wie ein Heiligtum.

Sein Schicksal änderte sich erst, als er auf Raugarosch Hammergrund traf.

Der alte Zwerg befand sich auf Reisen, um alte Verbindungen der Sippe Hammergrund zu erneuern und Wissen über vergangene Tage zu sammeln. In einer regnerischen Nacht soll Raugarosch Brodomurr erstmals gesehen haben: allein vor einem erloschenen Feuer sitzend, die blutverschmierte Axt neben sich, nachdem er mehrere Kreaturen erschlagen hatte, welche einen Händlerzug angegriffen hatten.

Raugarosch erkannte in ihm keinen großen Redner und keinen geschliffenen Hofzwerg. Doch er erkannte etwas anderes: Standhaftigkeit.

So nahm er Brodomurr mit nach Nilzadan.

Viele wunderten sich damals, weshalb ein Hammergrund einem heimatlosen Streuner Einlass in die Hallen gewährte. Doch Raugarosch soll nur geantwortet haben:

„Ein Zwerg ohne Sippe ist wie eine Axt ohne Schaft. Noch immer Stahl, doch ohne Halt.“

Unter den Mitgliedern der Sippe Hammergrund fand Brodomurr schließlich etwas, das er verloren geglaubt hatte: Brüderlichkeit. Auch wenn sein Blut nicht aus ihrer Linie stammte, nahm die Sippe ihn auf. Er schwor seinen Eid vor Cirmias, Nilzadan und der Halle der Familie und wurde fortan als einer der ihren angesehen.

Heute kennt man Brodomurr weniger für große Worte als für seine Zuverlässigkeit im Kampf. Wo andere brüllen oder prahlen, hebt er schweigend seine Axt. Besonders in engen Stollen oder Schildreihen gilt er als gefährlicher Gegner, denn seine Schläge kommen hart, präzise und ohne Zögern. Manche behaupten sogar, Brodomurr kämpfe nicht wie ein Zwerg voller Zorn, sondern wie einer, der bereits alles verloren hat und nichts mehr fürchtet.

Und wenn junge Kurzbärte ihn fragen, weshalb er trotz allem weiter für Berg und Volk kämpft, soll er oft nur knapp antworten:

„Weil andere einst für mich standen.”