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Status: aktiv

Alter: 23 Jahre
Volk: Mensch
Klasse: Holzarbeiter
Geschlecht:
 
Zuletzt gesehen: 02.07.2026 18:26
 
Discord: Kaja Nyrain

Beschreibung:

Kaja Nyrain ist eine 23-jährige Frau von 165 Schritt Größe mit haselnussbraunen Augen und einer kräftigen, vom Handwerk geprägten Statur. Schwielen an ihren Händen und feine Narben von Hobel, Säge und Beil erzählen mehr über ihr Leben als kostbare Kleidung oder Schmuck es je könnten.

Geboren wurde sie in einem kleinen Dorf tief in den Wäldern des Königreichs Alumenas. Das Dorf lebte seit Generationen vom Wald, ohne ihn rücksichtslos auszubeuten. Holz war dort Lebensgrundlage: Häuser, Wagen, Möbel, Werkzeuge und Boote entstanden aus den mächtigen Eichen, Buchen und Tannen der umliegenden Forste. Schon früh lernte Kaja, dass ein guter Holzarbeiter nicht nur einen Baum fällen können musste, sondern auch wissen sollte, wann man einen Baum besser stehen ließ.

Ihr Vater arbeitete als Holzfäller und versorgte die umliegenden Dörfer mit Bauholz. Ihre Mutter führte eine kleine Schreinerei, in der Möbel, Truhen, Türen und Fenster gefertigt wurden. Während andere Kinder mit Holzschwertern spielten, lernte Kaja den richtigen Umgang mit Säge, Stemmeisen und Hobel.

Schon als junges Mädchen zeigte sie ein ungewöhnliches Gespür für Holz. Sie konnte erkennen, welche Bohle sich für einen Schrank eignete, welches Holz später reißen würde und aus welchem Stamm sich ein belastbarer Wagenbalken fertigen ließ. Die älteren Handwerker behaupteten oft schmunzelnd, sie höre dem Holz zu, bevor sie den ersten Schnitt setzte.

Mit sechzehn Jahren begann sie offiziell ihre Lehre als Holzarbeiterin. In den folgenden Jahren erlernte sie sowohl das Fällen und Zuschneiden von Bäumen als auch die feine Kunst des Schreinerhandwerks. Besonders lag ihr die Herstellung langlebiger Möbel und Gebrauchsgegenstände am Herzen. Für Kaja musste ein Werkstück nicht prunkvoll sein – vielmehr sollte es Generationen überdauern und seinen Zweck zuverlässig erfüllen.

Das Leben im Dorf verlief ruhig, bis schlechte Ernten und zunehmende Unsicherheit auf den Handelswegen den Absatz ihrer Arbeiten erschwerten. Immer häufiger hörte sie von Gerimor – jener Insel, auf der Händler, Reisende, Handwerker und Angehörige verschiedenster Völker zusammentrafen. Dort, so hieß es, würden tüchtige Handwerker stets gebraucht, denn nahezu jeder Gebrauchsgegenstand werde von den Handwerkern selbst gefertigt und nicht einfach aus dem Nichts erschaffen. Diese Aussicht weckte ihren Ehrgeiz.

Nach langer Überlegung entschloss sie sich, ihre Heimat zu verlassen. Nicht aus Unzufriedenheit, sondern weil sie ihre Fähigkeiten verbessern und ihren eigenen Namen als Schreinerin verdienen wollte. Ihre Eltern gaben ihr zum Abschied den alten Hobel ihres Großvaters sowie eine schlichte Zimmermannsaxt, die bis heute ihre treuesten Werkzeuge geblieben sind.

Auf Gerimor angekommen, musste Kaja feststellen, dass handwerkliches Können allein nicht genügt. Die politischen Spannungen zwischen dem Königreich Alumenas und dem Alatarischen Reich prägen vielerorts den Alltag, und Fremde begegnen einander nicht immer mit Vertrauen. Kaja bemüht sich deshalb, sich aus Glaubens- und Machtstreitigkeiten herauszuhalten. Für sie spielt es kaum eine Rolle, welchem Herrn ein Kunde dient – solange dessen Münzen ehrlich verdient wurden und sie mit ihrer Arbeit niemandem wissentlich Schaden zufügt.

Heute verdient sie ihren Lebensunterhalt, indem sie Bauholz verarbeitet, Wagen repariert, Dächer richtet und Möbel fertigt. Besonders stolz ist sie auf Truhen und massive Eichenschränke, die schlicht wirken, aber Jahrzehnte überstehen können. Sie ist keine Künstlerin, die filigrane Verzierungen sucht, sondern eine Handwerkerin, deren Arbeiten für Beständigkeit stehen.

Kaja gilt als ruhig, geduldig und bodenständig. Sie hört lieber zu, als vorschnell zu urteilen, und arbeitet lieber mit ihren Händen als mit großen Worten. Wer ihre Freundschaft gewinnt, findet in ihr eine loyale Begleiterin, die ihr gegebenes Wort höher schätzt als einen unterschriebenen Vertrag.

Ihr größter Wunsch ist denkbar einfach: Eines Tages eine eigene Werkstatt auf Gerimor zu besitzen, deren Möbel und Bauwerke noch lange Bestand haben, wenn ihr eigener Name längst vergessen ist.